Aktuelle Kurstermine

26.11.2017
8. Sektherstellung- Ein Seminar für Winzer und Sektliebhaber


09.-10.12.2017 Yogaseminar - Erkenne dich selbst!

20.-21.01.2018
9. Grundkurs Obstbau - Naturgemäße Baumgestaltung aus der Baumerkenntnis


26.1. - 27.1.2018
10. Naturnaher Garten-lebendige Vielfalt selbst gestalten und pflegen


17. - 18.02.2018
11. Hühnerhaltung zur Selbstversorgung und Direktvermarktung


2.-3.3.2018
12. Biologisch Gärtnern-Selbstversorgung mit Gemüse, Obst oder Kräutern, auf Hochbeet, Terrassse oder Balkon leicht gemacht


9.3. - 10.3.2018
13. Weidenflechtkurs-Flechten nach eigener Vorstellung-Kreative Flechtwerke mit frischen Weiden


11.03.2018
14. Biologische Rosenpflege/-schnitt


16.-18.03.2018
15. Intensivkurs Korbflechten für Anfänger


23.3.-24.3. 2018
16. Dammkultur in Landwirtschaft und Gartenbau- eine alte Methode erfolgreich anwenden


25.3.2018
17. Wildkräuterexkursion und Wildkräuterküche


07. - 08.04.2018
18. Aufbaukurs I Obstbau - Altbaumpflege tragender Bäume


20.4.2018
19. Vom Grünland zum Käse. Teil I: Grundlagen von Fütterung und Futtermitteln zur Käsebereitung


21.4.2018
20. Vom Grünland zum Käse. Teil II: Genusskurs Käse selbst gemacht, Grundlagen der Frischmilchverarbeitung


4. - 6.05.2018
21. Naturgemäße Bienenhaltung - Grundkurs


08.05.2018
22. Veredelung der Obstgehölze


11.5. - 12.5.2018
23. Sensenkombikurs - Sensenmähen und Dengeln


1.6. - 2.6.2018
24. Schafwolle selber verarbeiten: Einsteigerkurs Wollverarbeitung


16.6. - 17.6.2018
25. Hausschuhe selber filzen


16. - 17.07.2018
26. Aufbaukurs Obstbau II - Sommermaßnahmen - Baumgesundheit


Kurse

Kursprogramm

 
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23.3.-24.3. 2018
16. Dammkultur in Landwirtschaft und Gartenbau- eine alte Methode erfolgreich anwenden


Liebe KursteilnehmerInnen!

Im Seminar lernen sie alles über den Pflanzenbau auf Dämmen in Gartenbau und Landwirtschaft.
Der Pflanzenbau auf Dämmen hat in Nord-West-Spanien über 800 Jahre Tradition. Die Wurzeln gehen in die uralte persische Zeit zurück. Bis etwa 1970 gab es nur den einscharigen Häufelpflug, von Pferd, Muli oder Kuh gezogen. Im norddeutschen Raum war dieser Pflugtyp übrigens unter dem Namen "Mecklenburger Haken" noch 1920 im Einsatz.
Ab etwa 1970 wurde die Dammkultur in der Heimat des Referenten, von der industrialisierten Landwirtschaft weitgehend verdrängt. Das flache Ackern führte zum Zusammenbruch des früher so hohen Bodenlebens. Das war ihm (schmerzlicher) Anlass, die Technik des Dammsystems auf einen modernen Stand zu bringen. So entstand über einen Zeitraum von rund 25 Jahren der Häufelpflug für den Traktor.
Optimierung des Ertrags und Bekämpfung von Unkraut sind zentrale Themen in der Landwirtschaft. Die Dammkultur ermöglicht eine Bodenbearbeitung mit einfachen Werkzeugen. Der Boden wird gut belüftet, Unkräuter wie Distel, Quecke und Ampfer verschwinden von selbst. 
In der Anschaffung kostet das Pflugsystem nur etwa die Hälfte eines Systems für die konventionelle Landwirtschaft. Der Vorteil: Mit einem System kann sowohl Gemüse- als auch Ackerbau betrieben werden. Die Kosten für Handarbeit und die Jätkosten können dank des Systems auf 1/3 reduziert werden, während die Erträge teilweise verdreifacht werden.
Ein wohlgeordneter Ackerbau ist möglich, der den Boden regelrecht beflügelt. Alles kann mit dem Häufelpflug gemacht werden, vom Pflügen bis zum Striegeln und zum Hacken! 
Mit diesem System werden die Schichten der Erde nur belüftet, nicht stark umgedreht. Nach einer speziellen Vorgehensweise  werden lockere Dämme erstellt. Der Boden wird auf eine Art aufgeschlossen, die ein gesundes Mikroklima ermöglicht.
Die Oberfläche ist durch diese lockere Bearbeitung nicht gepresst sondern lose, krümlig. Die Gesamtfläche ist dadurch um ein Vielfaches höher. Nährstoffe, Sonnenlicht & Wasser können besser aufgenommen und gespeichert werden. 
Die Dämme sorgen zudem für ein eigenes Mikroklima: Das Sonnenlicht trifft nicht überall gleich intensiv auf den Boden, es entstehen Temperaturunterschiede und Luftzüge. Der Boden atmet. 
Ein garer Boden gilt in der Landwirtschaft als Idealzustand: krümelig, humos, gut durchlüftet, ausreichend feucht und leicht durchwurzelbar. Durch die Dammkultur geht der Boden von selbst in einen Garezustand. Wurzelunkräuter wie Distel, Quecke und Ampfer verschwinden von selbst, wenn der Boden wieder in diese natürliche Gare geht.

Die Themen:
1. TIEFENLOCKERUNG
Zu Beginn lockert man den Boden in einigen Überfahrten mit dem eigens entwickelten Multifunktionswerkzeug. Der  Boden wird angehoben und tiefgelockert, ohne die Schichten zu mischen.
Diese "kranken" Klumpen (meist sind methanbildende Bakterien enthalten) kommen nach oben und werden in dieser Phase der Austrocknung und des Feuchtwerdens  wieder belebt.Nach dem alten Sprichtwort: "Tief lockern und seicht wenden"

2. DÄMME ZIEHEN
Große Dämme werden mit dem Dammformer  gezogen (75 cm oder 90 cm).  Gearbeitet wird mit einem speziellen Dammformer aus  Drähten der die Dämme zieht, ohne den Boden zu verdichten.
Optimal wäre es eine Zwischenfrucht auf die großen Dämme auszusäen, mit Pflanzen welche den Dammraum gut bewurzeln und die Nährstoffe gut aufschließen können.

3. SÄHTECHNIK
Die spezielle Sähtechnik  ermöglicht ein präzises Säen direkt auf den Dämmen. Die Sätiefe ist fast zweimal so tief, wie in der herkömmlichen Anbauweise.
Durch diese tiefe Sätechnik ist das Getreide vorAuswinterung besser geschützt. Im Gemüsebau ist durch die tiefe Sätechnik ein Abschleifen des Dammes im Vorauflauf möglich. So kann eine Unkrautwelle wirkungsvoll und ohne Chemie bekämpft werden.

4.  HACKEN / UNKRAUTENTFERNUNG
Schon bei der Erstellung der Dämme und beim Säen wurden durch die langen Grindel Rillen in  den Dammsohlen gezogen. Beim Hacken wird mit denselben Grindeln gearbeitet. Diese führen das Gerät exakt.  Die "Hackdrähte" brechen die Kruste des Bodens auf und entfernen ungewünschte Beikräuter in der Reihe.

 

PROGRAMM


Freitag, 23. März 2018
bis 9.00 Eintreffen Seminarhaus Linde in Oberlauda
9.30 Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer
Vortrag
Grundlagenwissen und theoretische Informationen, aufgelockert mit Übungen oder Beispielen
12.30 Uhr
Mittagspause
14.00-16.00 Uhr
Exkursion zu einem Biobetrieb mit Dammkultur.
16.00 Uhr
Möglichkeiten zum Kaffeetrinken mit Kuchen
17.00 Uhr Vortrag
Gemeinsame Vertiefung der erarbeiten Themen in Gruppengesprächen
Theoretische Informationen und praktische Übungen für den Alltag
18.30 Uhr  Abendessen
19:30 Vortrag
20.00 bis ca. 22.00 Uhr
Zeit für Gemeinschaft, Austausch, Rückzug, je nach Wunsch und Bedürfnis   

Samstag, 24. März 2018   

9.30 Uhr Vertiefung der Informationen, aufgelockert mit Übungen oder Beispielen, ja nach Wunsch und Bedürfnis

12.30 Uhr
gemeinsames Mittagsessen  

Ende ist mit dem Mittagessen

Programmänderungen vorbehalten!

Referent

Julian Turiel, Jahrgang 1961, Biobauer, Landmaschinenmeister und Entwickler des Häufelpfluges und Berater für Dammkulturanbausysteme. Turiel ist im elterlichen Betrieb in Spanien mit der alten Kultur des Dammpfluges aufgewachsen und kennt diese Methode bis in ihre entscheidenden Feinheiten von Kindesbeinen an. Sie liegt ihm im Blut. Er hat das Gute der Tradition übernommen  und eine ausgereifte moderne Anwendungstechnik entwickelt.

Es lohnt sich, diesen Mann der ersten Stunde kennenzulernen und aus erster Hand zu erfahren, wie sicher, einfach und erfolgreich schließlich die ausgereifte Technik in der Handhabung ist. Die wesentlichen Feinheiten lassen sich weder im Photo zeigen noch richtig in Worte fassen.

Veranstaltungsort


Ländliche Heimvolkshochschule Lauda
Lauda-Oberlauda

Gebühren
Kursgebühr:                                                          Euro 140,-
Ermäßigung für Mitglieder:                                       Euro 10,-
Mittagessen, Kaffee + Kuchen, Mineralwasser/Tag        Euro 15,-
Abendessen, Mineralwasser/Tag                                Euro 10,-

Übernachtung in der LHVHS:        

Einzelzimmer /Person/Tag                                        Euro 40,-

Doppelzimmer /Person/Tag                                      Euro 27,-

Frühstück /Person                                                  Euro 8,- 



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